Flutessence

Blockflöte...

Die Blockflöte hat seit dem Mittelalter viele Erscheinungsformen gehabt und sich immer wieder den neuen Klangwelten angepasst.

        
    Mittelalter um 1250

          Renaissance, Ende 16. Jh.

                  Barock, um 1700


    Barock, Mitte18. Jh.       




Spät Barock, Echoflöte, Sachsen, 2.Hälfte 18.Jh.





Spät Klassik, Stockflöte 18.Jh.


Romantik, (Ziegler)


Romantik, Flageolet (Frankreich) 19.Jh.


     Czakanflöte zweite Hälfte 19.Jh.



Sopranblockflöte von Lucien Lot, 1946



Supercorder Ende 20. Jh.

   
Midi Blockflöte 21. Jh.



Harmonische Blockflöte, gleichschwebend temperiert, 21. Jh. (Maarten Helder)

Flötenklänge aus der ganzen Welt haben immer die europäische Kulturmusik geprägt. Ein Beispiel aus dem letzten Jahrhundert ist die traditionelle Flötenmusik aus Japan, die die Entwicklung der neuzeitlichen Blockflötenmusik und neuen Spieltechniken in den sechziger und siebziger Jahren so stark beeinflusst hat. Transylvanische Hirtenflöten die in der Biedermeierzeit zu hochentwickelten Salonflöten wurden; die rege Austausch in Spieltechniken und Ornamenten zwischen Dudelsack, Irish Whistle und Blockflöte bestimmten vieles was der heutige Blockflötist kennen und können möchte.


Fujara  (Obertonflöte, Slowakei)



Bjarskpip (Hirtenflöte, Schweden)


   Tin Whistle (Irland)


Diese Verbindung zu der Volksmusik, Hirtenmusik, Kirchenmusik und zu archaischen Kräften hat die Blockflöte nie ganz verloren und ist auch für den jetzigen Blockflötisten immer wieder eine Inspirationsquelle. Als Blockflötist beschränkt man sich nicht auf einem Instrument, sogar nicht auf einer Familie von Instrumenten. Man ist - so wie  die Whistle Spieler sagen - ein "cross fippler": auf alles was ein Block hat und flötet wird nach Spielmöglichkeiten und Ausdruckskraft gesucht.

  Fipple flute (Canada)

Traditionell unterscheidet sich die Blockflöte von den anderen Kernspaltflöten (englisch: duct flutes) nur durch den Anzahl der Löcher im Flötenkörper: ein Daumenloch hinten und weitere 7 Grifflöcher vorne auf der Flöte. Insgesamt also acht Fingerlöcher. Aber sobald Klappen die mögliche Anzahl von Tonlöchern vergrößern, wachsen die Neuentwicklungen von den unterschiedlichen Flötentypen mehr in einander und werden die Unterschiede unwichtig.

Die Blockflöte gehört zu den vertikalen endangeblasenen Flöten (Längsflöten). Im Mundstück ist mit einem Block (englisch: "fipple") ein Windkanal (Kernspalte) gebaut. Hierin wird die Luft zur Öffnung oben im Mundstück geführt und bestimmt so die "Stimme" der Flöte die durch das Schneiden der Luft auf das Labium entsteht. Der Blockflötenklang ist sehr grundtönig. Durch die wenig ausgeprägten Obertöne, den etwas dünnen Klang und den niedrigen Schalldruck (flauto dolce) wird ein Ton als weniger hoch empfunden als der von einem anderen Instrument gespielte gleich hohe Ton.

Das Studium in Karlsruhe beschäftigt sich vor allem mit den neuesten Entwicklungen von der Blockflöte. Wobei die Kammermusik  vom letzten Jahrhundert neben den Standardwerken aus Biedermeier, Barock, Renaissance und Mittelalter eine wichtige Rolle spielt. 

Im Vordergrund steht die Entwicklung von unserem Instrument und ihre Spieltechnik die es möglich macht für Blockflötisten sich auf einem hohen Niveau gemeinsam mit anderen Instrumenten auszudrücken in der Sprache der Kollegenmusiker und Komponisten unserer Zeit. 

Aufbauend auf Traditionen den Weg schaffen für die Blockflöte der Zukunft.



(Die Repertoirebeschreibung und geschichtliche Informationen sind Teil vom Curriculum von Karel van Steenhoven 2008)

Für weitere Informationen über moderne Blockflöten siehe: http://pierson666.free.fr/The_Modern_Recorder/Welcome.html

Für weitere Informationen über die Geschichte der Blockflöten siehe: http://www.metmuseum.org/TOAH/HD/recd/hd_recd.htm      

Für weitere Informationen über Flageolet Blockflöten siehe: http://www.flageolets.com

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