Flutessence


Historisch informierte Aufführungspraxis und Interpretation


Ein lebendiger Lehrkörper bietet innerhalb der Hochschulstruktur die Ausbildung in den Grundlagen der historisch informierte Aufführungspraxis und die Möglichkeit zum Zweit-instrument (Traverso, Barockoboe, Viola da Gamba, Barockvioline, Barockcello, Barocktrompete, Renaissance Posaune).

Generalbaßspiel ist obligatorisch für alle Blockflötisten.

Vom 4. bis zum 7. Semester bekommen Blockflötenstudent(Inn)en im Bachelorstudium Unterricht im barocken Generalbassspiel vom Lehrer für historische Tasteninstrumente Kristian Nyquist.


Consortklasse

Im vier- bis sechsstimmigen Consort werden Basiskenntnisse des Ensemblespiels erlernt. Repertoire zwischen 1200 und 1650, Stimmung und Intonation, Kommunikation, Rollen und Funktionen der unterschiedlichen Stimmen, Stilkenntnisse und Spieltechniken. Instrument-behandlung der Renassanceflöten.



Das Corot-Consort, Consort WS 2012/2013



"Ensemble Ventidiece", Consort WS 2010/2011

   Consort WS 2008-2009


  
Vorlesungen historisch informierte Aufführungspraxis & Interpretation

Eine feste Vorlesungsreihe findet jedes Semester statt und bietet die Möglichkeit eine Basis zu bekommen für historische Aufführungspraxis. Die Koordination wird versorgt von Irene Müller-Glasewald
 
Uli Mauerhofer: Einführung
Urte Lucht: Pedalgebrauch
Metzner: Oktavregel
Prof. Karel van Steenhoven : Figur und Affekt
Sabine Kreutzberger: Vermischter Geschmack
Zorn: Historische Stimmungen
Prof. Dr. Thomas Seedorf: Historische Vokalpraxis
Irene Müller- Glasewald: Historischer Generalbass
Kristian Nyquist: Verzierungen
Heike Nicodemus : Adagio bei Quantz
Jörg Halubek: Tempo
Prof. Michael Moriz: Historische Satzlehre
Anaïs Chen: Vibrato für Streicher

Für die Terminangaben in diesem Semester, klick hier


Konzert Zusatzstudiengänge "historische Instrumente"

     Einmal pro Semester haben die Studenten die Möglichkeit sich mit Ensembles für historisch informierte Aufführungspraxis zu präsentieren in einem öffentlichen Konzertabend im Genuitsaal der Hochschule. Vorbereitende Unterrichtstunden werden von den Spezialisten auf diesem Gebiet gegeben.Organisation wird versorgt von Heike Nicodemus.

Für die Terminangabe für das Konzert in diesem Semester, klick hier


Historische Forschung

Musikwissenschaftliche Untersuchungen in Kombination mit praktischem Musizieren werden unterstützt und gefördert:

  • Musik um den berühmten Blockflötisten Sivestro Ganassi (+ 1530).
  • Die Affekte in textbezogenen Diminutionen bei den Tenorliedern von Heinrich Isaac und Zeitgenossen.
  • Die ersten Hofkapellen rund um den ersten bekannten Blocklötisten/Organisten/Lautenisten Conrad Paumann (+ 1450)
  • Die dreistimmige kontrapunktische Improvisation (Alta Kapelle)
  • Die Früh Barocke Blockflöte und ihre Rolle in den Klostern und Opern.
  • Die Kynsecker Blockflöten. Welche Musik, welche Spieler, welche Ornamente?
  • Die Hochbarocke Blockflötenkonzerte.
  • Blockflöte in der Früh Klassik und die Rolle der Voice Flute und Basset Blockflöten.
  • Hirtenflöten, und Czakanrepertoire
  • Die sjøfløyte und bjarskpip und ihr Repertoire
  • Die Blockflöten zur Zeit der Plöner Musiktage (P. Hindemith - Trio Nr. 5)


Es ist eine offene Liste von immer wieder interessanten Untersuchungsthemen mit dazu gehörende Veranstaltungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit mit Museen, Konzertveran-staltern, Blockflötenbauer, Musikhistoriker.

Die Hochschule für Musik Karlsruhe bietet die Gelegenheit sich damit mal zu befassen.   

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.hfmkarlsruhe.de
Klicken Sie sich durch: die Hochschule - Institute/Studios - weitere Infos      

  klassisch-romantische Blockflöte

Das Blockflötenspiel im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert ist ein festes Untersuchungsgebiet der Blockflötenklassen, unter der Leitung von Nikolaj Tarasov. Originalblockflöten, Repertoire, historische Hintergründe, Stilananlyse und spezifische Spieltechniken.

Repertoireliste

Narcisse Bousquet: Récréations & Études (1857) für Altblockflöte solo, Friedrich Hofmeister Narcisse Bousquet: 12 Grands Caprices (1864) für Altblfl. Solo, Edition Moeck Nr. 1134.
Narcisse Bousquet: 36 Etudes (1851) für Altblfl. solo in 3 Heften, Edition Moeck Nr. 2115 & 2116 & 2117.Musikverlag FH 2805.
Leonhard von Call: Trio op. 2/1 für 3 Altblockflöten (um 1811), Doblinger, Diletto musicale  DM 1381.
Sebastien Demar: Six airs a deux flutes douces ou flageolets, Ed. A..Zurfluh, Paris (1763-1832)
Anton Diabelli, Notturno op. 123 für [2 Csakans] 2 Klarinetten oder 2 Violinen & Gitarre (1821) Hrsg.: J. Gaitzsch, Philomele Editions, Geneva PE 2033.
Angelus Anton Eisenmann (1785): Concerto F-Dur, Sopranino und Orchester, Moeck Nr.1057
Anton Heberle: Concerto in G-Dur, Ed.Wilhelm Hansen, Copenhagen 29784
Stefan Franz: Grand Duo für Altblfl. (um 1820), Hofmeister FH 2616
Anton Kargl: Duo op. 9 für Altblfl., Hofmeister FH 2183
Anton Kargl: 3 Duos für Altblfl. (um 1820), Hofmeister FH 2690
Ernest Krähmer: Introduction & Variations über ein Originalthema op. 32 (1837) für Sopranblfl. & Gitarre oder Klavier, Dolce Editions DOL 212.
Ernest Krähmer: Two original Themes with Variations, op. 24 für Blockflöte solo (1830), Dolce Editions DOL 215.
Ernest Krähmer: Originalstücke (op. 25) für 2 Blockflöten, Dolce Editions DOL 703.
Ernest Krähmer: 12 Divertimenti op. 4 für Blfl. solo (1822), Sweet Pipes Inc., Alleinauslieferung Ed. Wilhelm Hansen, Frankfurt/M. oder Moeck 1121.
Ernest Krähmer: Duo Concertant op. 16 für Altblfl. & Klavier, Doblinger DM 1380.
Ernest Krähmer: Concert Polonaise op. 5 für Altblfl. & Klavier (1822), Dolce Editions DOL 204.
Wenzeslaus Matiegka (1773-1830): Notturno op. 25 für Blockflöte in C (Flöte), Viola & Gitarre, Doblinger GKM 226.
Erzherzog Rudolph von Österreich: Variations per Pianoforte avec accompagnato d’un czakan (1810) für Sopranblockflöte & Klavier, Friedrich Hofmeister FH 2842.
Carnaud aîné: Drei Soli für Sopranblockflöte, Carus 11.229.

Kurzbio

Nikolaj Tarasov wurde 1967 in Kranj (Slowenien) geboren und studierte in deneuropäischen Kulturzentren Kunst und Musik. Er diplomierte im Konzertfach Blockflöte sowie in Komposition, lernte Blockflötenbau bei Joachim Paetzold in Tübingen und war beteiligt am Aufbau und an der Restaurierung der Aeon Workshop Collection, einer Sammlung einzigartiger historischer Originalblockflöten. Nikolaj Tarasov gilt heute als Initiator des modernen Blockflötenbaues in Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern. Als Instrumentalsolist konzertiert er im In- und Ausland, unter anderem mit Michala Petri und Claudion Abbado. Er ist Herausgeber seltener Blockflötenmusik und musikwissenschaftlicher Publikationen mit dem Schwerpunkt "Blockflöte im 19. Jahrhundert" bei verschiedenen Verlagen, ist leitender Redakteur bei der Blockflötenzeitschrift "Windkanal" und Co-Autor bei der für Yale University Press erscheinenden Blockflöten-Enzyklopädie.

Kurse und Vorlesungen der letzten Semester

Kopien, Mythen und Moden in der "Alten Musik"

Eine Art Gedankenfolge über die Interpretation der "Alten Musik"; im Allgemeinen, über Originalinstrumente und über deren sogenannte Kopien. Es werden Zusammenhänge mit der Interpretation der Musik des 19. Jhrs. gelegt und mehrmals werde ich zurückkommen auf den damaligen Instrumentenbau (Stradivari, Denner, Ruckers, usw.) im Vergleich mit dem jetzigen. Anschließend Diskussion.

(Thijs Van Baarsel, 2008)

   Kurzbio

Thijs van Baarsel studierte historische Aufführungspraxis bei D. Smithers, F. Brüggen und S. Kuijken. an den Hochschulen Den Haag und Amsterdam . Neben seine Konzert- und Unterrichtsstätigkeit, beschäftigt er sich mit  der Forschung ,dem Bau und der Restaurierung von Traversflöten und anderen Holzblasinstrumenten und Herausgabe von Noten.



   Die neue Blockflötenschule von Barbara Hintermeier, für Kinder ab 4 Jahre.

Am 15. Januar 2010 war Frau Hintermeier selbst anwesend im Methodikunterricht, für Erklärungen und Fragen.




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